Augen auf vor Wildwechsel

Rainer Sturm / pixelio.de

Sicher durch die Herbstlandschaft

Der Herbst steht vor der Tür. Die Landschaft wird wieder bunt und zuhause wird es gemütlich. Doch für Autofahrer beginnt jetzt wieder die Zeit, in der sie nicht nur auf nasses Laub auf den Straßen und Unwetter aufpassen müssen, sondern auch in ländlichen Gegenden mit Wildwechsel rechnen müssen. Wie Sie sich als Verkehrsteilnehmer optimal auf die kommende Jahreszeit vorbereiten und damit die Verkehrssicherheit bewahren, erklärt Ihnen RADARLUX.

 

So verhindern Sie einen Unfall

Gerade in den Morgen- und Abendstunden ist die Gefahr eines Wildwechsels im Herbst besonders hoch. Hierbei entstehen die meisten Verkehrsunfälle vor allem zwischen Waldbereichen und Feldzonen. An diesen Stellen müssen Sie jederzeit mit einem Wildwechsel rechnen, da die Tiere zur Nahrungsaufnahme zu den Feldern pendeln und anschließend wieder in den Wäldern Schutz suchen. So kommen Sie gefahrlos durch dieses Gebiet:

 

  • Schilder beachten: In Gegenden mit hohem Wildwechsel finden Sie immer Warnschilder, die Sie darauf aufmerksam machen. Nehmen Sie diese Schilder unbedingt ernst und passen Sie Ihre Geschwindigkeit an. Bedenken Sie immer, dass Ihr Bremsweg länger wird, je schneller Sie fahren. Auch 80 km/h können bei einem plötzlichen Wildwechsel schon zu schnell sein.
  • Aufmerksam fahren: In diesen Gegenden sollten Sie die Fahrbahn immer überblicken. Achten Sie hierbei auch auf die Bereiche neben der Fahrbahn. Dadurch erkennen Sie kommendes Wild rechtzeitig.
  • Neue Straßen beachten: Wenn Sie bemerken, dass Sie sich auf einer neuen Fahrbahn befinden, die durch ein Waldgebiet führt und keine Warnschilder besitzt, fahren Sie dennoch aufmerksam und mit gedrosseltem Tempo. Möglicherweise ist diese Straße noch nicht als gefährliche Zone bekannt.
  • Nachzügler erwarten: Wild kommt selten allein. Sollten Sie gerade bemerken, dass ein Tier die Straße passiert und nicht mehr auf Ihrer Fahrbahn ist, bedenken Sie immer, dass noch mehr Tiere auf die Straße kommen können.

 

Das ist zu tun, wenn es doch kracht

Manchmal ist ein Aufprall mit dem Wild nicht zu vermeiden. Dann sollten Sie unbedingt wissen, wie Sie sich im Moment des Aufpralls korrekt verhalten und das Schlimmste verhindern.

 

  • Vor dem Unfall: Wenn sich hinter Ihnen ein Verkehrsteilnehmer befindet, bremsen Sie nicht ab, sonst kann auch er gefährdet werden. Ist die Fahrbahn frei, bremsen Sie stark ab. Versuchen Sie nicht auszuweichen, da sonst die Gefahr groß ist, dass Sie gegen einen Baum prallen oder in den Gegenverkehr geraten. Versuchen Sie abzublenden und zu hupen, damit das Wild flieht. Flieht es nicht, halten Sie das Lenkrad fest in den Händen.
  • Nach dem Unfall: Sichern Sie die Unfallstelle sofort ab. Schalten Sie die Warnblinkanlage an und stellen Sie das Warndreieck in ausreichender Entfernung auf. Melden Sie den Wildunfall der Polizei oder der Forstdienststelle. Um kommende Verkehrsteilnehmer zu schützen, können Sie das Wild von der Straße entfernen – benutzen Sie hierbei aber unbedingt Handschuhe oder ein Tuch. Melden Sie sich außerdem bei Ihrer Versicherung. Im Regelfall deckt die Teilkaskoversicherung den Schaden ab.