Der Herbst ist da und mit ihm eine Vielzahl von Gefahren für die Autofahrer

Ein für den Herbst gerüstetes Auto – der erste und wichtigste Hinweis zur Sicherheit!

Kaum eine Jahreszeit birgt so viele Gefahren, aufgrund von plötzlicher Veränderung der Witterung, wie es im Herbst der Fall ist. Haben wir unsere Nasen noch mit viel guter Laune in die strahlende Mittagssonne gestreckt, so kann es innerhalb von kürzester Zeit zu einem Umschwung unserer Stimmung kommen, wenn ein plötzliches Gewitter über uns hereinbricht. Spätestens jetzt sollten wir uns Gedanken machen, ob unser Fahrzeug für die neuen Witterungsverhältnisse angemessen vorbereitet ist! Zunächst sollte der Fokus dabei auf die Wischer gelegt werden, denn diese sollten in jedem Fall ohne Schlieren reinigen können. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang der ausreichende Frostschutz von Wischwasser und Kühlmittel. Das Fahrzeug sollte vom Laub befreit werden, da dieses sich im Wasserkasten unter der Motorhaube sammelt und droht die Wasserabläufe zu verstopfen. Feuchtigkeit im Auto stellt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle im Herbst dar. Wenn Ihre Scheiben andauernd von innen beschlagen sind, dann kann das möglicherweise an nassen Schuhen liegen, die Wasser mit in das Auto gebracht haben. Es könnte aber auch an defekten Dichtungen, verstopften Wasserabläufen oder zugesetzten Innenraumfiltern liegen. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall eine gründliche Kontrolle und Reparatur der möglichen Schäden.

Die richtigen Reifen gleich zu Beginn der herbstlichen Witterungen wählen

Der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen ist mit der Veränderung des Wetters Ende September, Anfang Oktober ein weiterer wichtiger Aspekt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Schaut man sich die jährlichen Unfall-Verkehrsstatistiken an, dann wir schnell ersichtlich, dass Autofahrer oft leichtsinnig handeln und die Reifen viel zu spät wechseln. Die Zahl der Verkehrsunfälle die jährlich durch falsche Saisonreifen verursacht werden beläuft sich auf rund 4.000. Um nicht irgendwann auch einmal in dieser Statistik aufgeführt zu sein, sollten Sie möglichst zeitnah zum Herbstanfang auf sichere Reifen wechseln! Der eigenhändige Reifenwechsel stellt in der Regel keine allzu große Problematik dar, sofern Sie über handwerkliches Geschick bzw. das entsprechende Werkzeug verfügen und die Mühe nicht scheuen.

Der TÜV Nord hat eine Reifenwechsel-Checkliste mit den wichtigsten zu beachtenden Schritten erstellt mit der Sie die Montage einfach und sicher hinbekommen werden.

Motorradfahrer sind über das gesamte Jahr hinweg besonderem Risiko durch Unfälle ausgesetzt. Im Herbst und dem folgenden Winter ist die Gefahr noch einmal wesentlich größer. Einen interessanten Beitrag zu diesem Thema findet man auf der Seite von www.bikinger.com. Der Artikel beschäftigt sich näher mit den für Motorradfahrer lauernden Gefahren im Herbst und gibt Ihnen zur Vermeidung dieser ein paar gute Tipps mit auf den Weg.

Geschwindigkeit an das Wetter anpassen und richtiges Verhalten bei Wildwechsel

Bei plötzlich auftretenden und für den Herbstanfang nicht ungewöhnlichen Nebelbänken, gilt grundsätzlich die Regel, dass Licht auch am Tag einzuschalten, wenn die Sichtverhältnisse es erfordern. Für die richtige Geschwindigkeit sollten Sie die Formel „Sichtweite gleich Geschwindigkeit“ anwenden, also 60 Meter gleich 60 km/h. Bei einer Sichtweite von unter 50 Meter sind in jedem Fall die Nebelschlussleuchten einzuschalten. In diesem Fall gilt dann ein Höchsttempo von 50 km/h. Vor allem an regnerischen Herbsttagen ist die Verbindung von Nässe und Laub zu Glätte besonders tückisch. Erdklumpen, die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf den Straßen zurückbleiben, sorgen ebenfalls für eine leider oftmals viel zu unterschätzte Rutschgefahr. Beim Befahren von solchen Straßen ist der Fuß vom Gas zu nehmen und ein angemessener Abstand einzuhalten, da der Bremsweg automatisch länger wird. Auf derartig gefährdeten Straßenbereichen (z.B. Alleen) trägt der Einsatz der Geschwindigkeits-Displays und Radargeräte von Radarlux bereits einen großen Anteil zur Verkehrssicherheit bei.

Typisch für die herbstliche Jahreszeit ist das Einsetzen starker Winde oder Stürme. Hier sollten Sie, aufgrund der Gefahr herabfallender Äste, Ihr Auto möglichst nicht unter Bäumen abstellen. Pappeln gelten dabei als eine besondere Gefahrenquelle. Laut einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken (OLG SB, Az 4 U 482/09) sind Verantwortliche deshalb auch angehalten, diese Bäume von Parkplätzen zu entfernen.

Der Herbst ist die Hochsaison für Unfälle mit Wildtieren. Die meisten Unfälle ereignen sich am Abend zwischen 20 Uhr und 22 Uhr oder in der Morgendämmerung. Dies liegt an der größten Aktivität, welche die Tiere im Tagesablauf zeigen, um für die Suche nach Nahrung auch stark befahrene Straßen zu überqueren. Achtung: Kommt es zu einem Unfall mit einem Wildtier bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h, so entwickelt das Tier beim Aufprall das 25-fache seines Eigengewichts. Sehen Sie an einer Straße das Zeichen „Wildwechsel“ stehen oder in einem bewaldeten Gebiet am Abend oder Morgen unterwegs sein, so verringern Sie das Tempo umgehend und begeben sich in Bremsbereitschaft. Erscheint ein Tier plötzlich auf der Straße und ist ein Ausweichen nicht mehr möglich, wird von Verkehrsexperten empfohlen lieber stumpf in das Wild zu fahren.