Über die Konsequenzen der Winterreifenpflicht!

Zu welchem Zeitpunkt müssen die Winterreifen aufgezogen sein?

In der deutschen Straßenverkehrsordnung (StVo) ist kein spezieller Zeitraum für das Aufziehen von Winterreifen angegeben. In der Version der StVo aus dem Jahr 2010 wird nur von einer „situativen Winterreifenpflicht“ gesprochen. Diese sieht vor, dass bei „winterlichen Wetterverhältnissen“ wie Glatteis, Schneematsch und Reifglätte die Verwendung von Matsch- und Schnee-Reifen (M+S-Reifen) verpflichtend ist. Kennzeichnung der M+S-Reifen sind entweder die Buchstaben „M+S“ oder eine gedruckte Schneeflocke mit drei Bergspitzen auf dem Reifen. Die M+S-Kennzeichnung reicht seit dem Jahr 2018 übrigens nicht mehr aus! Seit diesem Zeitpunkt gilt nur noch das Zeichen mit der Schneeflocke als zulässig, da für alle Winterreifen (Herstellung ab dem 1. Januar 2018) das sogenannte Alpine-Symbol Pflicht ist. Es gibt allerdings eine Übergangsfrist für M+S Reifen, die vor dem 31. Dezember 2017 hergestellt wurden. Diese Reifen dürfen nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums selbst bei winterlichen Bedingungen noch bis 30. September 2024 weiter verwendet werden. Verbraucher, die im Besitz von „älteren“ Winterreifen sind, müssen diese also nicht sofort ersetzen. Sie erhalten über den folgenden Link auf eine Webseite von www.fuehrerscheininfos.de weiterführende Informationen zum Thema „Winterreifen“ und was man bei ihrem Kauf unbedingt beachten sollte.

Die Bußgelder für die „falschen Reifen“ im Winter und der Versicherungsschutz

Wer bei entsprechender Witterung ohne Winterreifen Auto fährt und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Kommt es zu einer Behinderung des Straßenverkehrs, so riskiert der Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro und einen Punkt. Für die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer bekommt man für nicht an die Wetterverhältnisse angepasste Reifen eine Strafe von 100 Euro und einen Punkt aufgebrummt. Ein Unfall aufgrund von falscher Bereifung hat ein Bußgeld von 120 Euro zur Folge und es gibt einen Punkt im Verkehrszentralregister. Bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht kann der Gesetzgeber den Übeltäter mittlerweile sogar doppelt zur Kasse bitten: Sind der Halter und Fahrer nicht identisch, so muss nicht nur der Fahrer, sondern auch der Fahrzeughalter ein nicht zu unterschätzendes Bußgeld zahlen. Bereits 2017 sind diese und andere Regelungen in Kraft getreten. Ist das Fahrzeug in der Winterzeit nicht mit den richtigen Reifen ausgestattet, riskiert der Autohalter nicht nur eine Geldbuße, sondern obendrein den Versicherungsschutz zu verlieren. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft sagt jedoch auch, dass der Haftpflichtschutz für Autofahrer mit Sommerreifen bestehen bleibt, wenn diese im Winter einen Unfall verursachen. Das bedeutet, die Versicherung zahlt dem Unfallopfer den entstandenen Schaden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kann den Fahrer allerdings in Mithaftung nehmen, wenn ein Unfall auf die falsche Bereifung des Autos zurückzuführen ist. Wenn der Vollkaskoschutz den Schaden am eigenen Auto abdecken soll, kann die Versicherung die Erstattung ebenfalls kürzen, falls nachgewiesen werden kann, dass der Autofahrer fahrlässig mit Sommerreifen im Verkehr unterwegs war. Eine Übersicht der aktuellen Bußgelder für falsche Bereifung in den Wintermonaten finden Sie unter www.bussgeldkatalog.kfz-auskunft.de.

In Deutschland wird zur Wahrung der Verkehrssicherheit auf Kontrollen durch Polizei, das Ordnungsamt oder stationäre Radarkontrollen vertraut. Einen großen Anteil zur Sicherheit im Straßenverkehr haben vielerorts in gefährdeten Straßenbereichen die Geschwindigkeits-Displays und Radargeräte von RADARLUX. Die Verkehrssicherheit lässt sich mit Hilfe einer Geschwindigkeitsanzeige bzw. einem Display erwiesenermaßen um einen hohen Prozentsatz steigern.