Was der Winteranfang für die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern bedeutet

Die größte Gefahr für Autofahrer: Schnee und Glatteis im Winter auf den Straßen

Rechtzeitige Vorbereitung und Ausstattung Ihres Fahrzeugs auf die winterliche Jahreszeit ist nach wie vor die beste Unfallverhütung!

Um im Winter das Auftreten von vermeidbaren Schwierigkeiten während der Autofahrt zu verhindern, sollte sich der Fahrer entsprechend vorbereitet haben. Eine auf die Wetterverhältnisse angepasste, qualitativ hochwertige Ausrüstung kann im Notfall Unfälle verhindern und Leben retten. Eine der wichtigsten vorbereitenden Maßnahmen stellt hierbei der Wechsel auf Winter- oder Allwetterreifen mit der Kennzeichnung (M+S) dar. Diese Umrüstung ist gesetzlich vorgeschrieben, wobei auch die Profiltiefe der Reifen (1,6 Millimeter) ausreichend vorhanden sein muss. Eine ausreichende Profiltiefe ist für die Sicherheit - während einer winterlichen Autofahrt - ausschlaggebend. Sie stellt die unerlässliche Haftung der Reifen auf einer möglicherweise rutschigen Fahrbahn sicher. Natürlich ist eine gute Bereifung zu jeder Jahreszeit von Bedeutung, insbesondere jedoch im Winter. Für die Messung der Reifen-Profiltiefe gibt es mittlerweile eine Vielzahl von mechanischen und digitalen Messgeräten, die man teilweise schon für unter 5 Euro käuflich erwerben kann. Wem die Sicherheit seiner Reifen besonders am Herzen liegt, für den stellen sich teurere automatische Messgeräte als Alternative dar.

Ob die Profiltiefe ausreichend ist, lässt sich allerdings auch schnell und einfach mit einer ein Euromünze überprüfen. Die Vorgehensweise ist die Münze so auf dem Reifen zu platzieren, dass der Messingrand hierbei im Profil verschwindet. Nur wenn dieser komplett im Profil des Reifen verschwindet, so ist eine Tiefe vorhanden, die noch den gesetzlichen Normen entspricht. Zu der Pflicht bzw. dem notwendigen Aufziehen von Schneeketten für die Reifen kommt es, wenn Schnee und Eisglätte auf den Straßen einsetzen. Entsprechende Verkehrsschilder erinnern uns in besonders gefährdeten Streckenabschnitten an die Schneekettenpflicht. Allerdings ist zu beachten, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 50 km/h bei der Verwendung von Schneeketten nicht überschritten werden darf. Sie sollten für Autofahrten im Winter außerdem noch andere wichtige Utensilien mit an Bord haben. Als sehr nützlich für die kalten Tage haben sich dabei bisher z.B. Wolldecken, Schneeketten, Starthilfekabel, Enteisungsspray, Eiskratzer und natürlich ausreichender Proviant, falls man einmal längere Zeit mit dem Auto liegen bleiben sollte, erwiesen.

Der ADAC Deutschland bietet eine Reihe von weiterführenden Ratschlägen und Informationen zum Thema „Sicher unterwegs im Winter“ an, die vor allem Fahranfänger - aber auch „alte Hasen“ – vor Fahrantritt im Hinterkopf haben sollten.  

Maximierung der Sicherheit durch Anpassung des Fahrstils an die veränderte Witterung

Einer der wahrscheinlich wichtigsten Tipps zum Autofahren im Winter ist die Reduzierung der Geschwindigkeit im Straßenverkehr. Nicht ohne Grund wird in der Fahrschule gelehrt, dass man bei verschneiten Straßen die Geschwindigkeit halbieren und das Tempo gar um 70 Prozent beim Auftreten von Eisglätte drosseln soll. Der Einsatz der Geschwindigkeits-Displays und Radargeräte von Radarlux trägt auch in der kalten Jahreszeit bereits einen großen Anteil zur Verkehrssicherheit in gefährdeten Straßenbereichen bei. Die Vergrößerung des Sicherheitsabstands stellt einen weiteren wichtigen Faktor für die eigene Sicherheit dar. Hierbei gilt die Faustregel den Abstand zwischen fahrenden Autos dreimal so groß zu halten, als es im Vergleich zu einer trockenen Straße der Fall ist.

Das Befahren von Straßen im Winter mit einer reduzierten Geschwindigkeit entbindet jedoch nicht von einer erhöhten Achtsamkeit. Gerade jetzt sind Sie als Autofahrer angehalten noch wachsamer und vorausschauender zu fahren als sonst. Dies ist insbesondere vor Kreuzungen und Ampeln angebracht, weil hier oftmals Gefahren lauern. Das Vermeiden von ruckartigen Manövern im Straßenverkehr schützt vor einem Ausbrechen des Fahrzeugs bei schlechter Bodenhaftung. Vor allem bei Überholmanövern kommt es aufgrund dessen häufig zu Unfällen, denn die Räder verlieren durch einen plötzlichen Spurwechsel enorm an Traktion. Das Durchdrehen der Räder bei Anfahren auf glattem Untergrund können Sie vermeiden, wenn Sie frühzeitig in einen höheren Gang schalten.

An gefährlichen Stellen, wie Bächen, Flüssen und Brücken, ist in besonderem Maß Vorsicht vor Vereisung der Fahrbahn geboten. Die Vereisung der Fahrbahn geschieht hier um ein vielfaches schneller, da die Strecke ständig von einer kalten und feuchten Luft umgeben ist. In Zukunft sollen jedoch Geothermie-Systeme in der Lage sein diese zusätzliche Gefahr schrittweise zu verringern. Einen interessanten Beitrag zum Thema „Geothermie“ und dessen Bedeutung für den zukünftigen Bau von Straßen können Sie auf www.smarterworld.de nachlesen.

Der Winter und die Feuchtigkeit im Auto – so werden Sie Herr der Problematik!

Die meisten Autobesitzer, deren Wagen während der kalten Jahreszeit draußen stehen, kennen das Problem nervender und klammer Feuchtigkeit im Inneren ihrer Fahrzeuge. Die von innen beschlagenen Scheiben sorgen für zusätzlichen Frust, da man diese oftmals nur recht beschwerlich frei wischen kann. Eine Ursachenforschung hat sich relativ schnell erledigt, denn nasses Laub unter den Schuhen oder Nässe an der Kleidung der Insassen trägt die Feuchtigkeit automatisch hinein. Außerdem stellen alte, poröse Dichtungen, Antennensockel, Schiebedächer oder aber auch Kofferraumdeckel Einfallstore für Nässe dar. Diese Stellen sollten Sie bei Gelegenheit genauer unter die Lupe nehmen und die Qualität der abdichtenden Gummis überprüfen. Die einfachste Methode zum Abtransport der Feuchtigkeit ist auch im Winter das Einschalten der Klimaanlage. Dabei darf die Klimaanlage jedoch nicht auf „Umluftbetrieb“ eingestellt sein, weil ansonsten keine trockene, kalte Luft in das Auto gelangen wird. Sofern es sich nur um leichte Feuchtigkeit im Wageninneren handelt, helfen spezielle Entfeuchtungs-Kissen weiter, die im Handel bereits für kleines Geld erhältlich sind. Ein ähnlicher Effekt lässt sich erzielen, wenn man eine gute Handvoll Katzenstreu nimmt, diese in eine Socke oder Geschirrtuch abfüllt und über Nacht auf dem Armaturenbrett platziert. Der Grund für die ähnliche Wirkungsweise liegt in der feuchtigkeitsbindenden Eigenschaft des Katzenstreus.